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Stolpersteine für die Erinnerung

11.02.2026

Heute wurden in der Olper Stadtmitte an vier Stellen Stolpersteine zum Gedenken an jene unserer Mitbürgerinnen und -bürger verlegt, die durch die Nationalsozialisten entrechtet, vertrieben und teilweise ermordet wurden. Das betraf mit den Kindern der jüdischen Familie Lenneberg auch ehemalige Schülerinnen unserer Schule. Ein weiteres Opfer des Rassewahns der Nationalsozialisten war Mia Bonzel, eine weitere ehemalige Schülerin, deren Stolperstein heute ebenfalls verlegt wurde. Ihr "Verbrechen"? "Rassenschande". Ihr Schicksal? Die Ermordung im KZ Ravensbrück.  

Aus diesem Grund ist es selbstverständlich, dass wir uns als Schule – zusammen mit den anderen weiterführenden Schulen – ebenfalls an der Veranstaltung beteiligt haben. Nicht nur besuchten von unserer Seite heute mehrere zehnte Klassen sowie ein Kurs der Oberstufe die Gedenkveranstaltung. Moritz Wacker und Lenn Alterauge, Schüler der Oberstufe, trugen zusammen mit anderen Schülerinnen und Schülern passende Texte vor, teils Briefe und Gedichte der Opfer, teils Kommentare ihrer Nachfahren.

Die Stolpersteine, von denen mittlerweile mehr als 100 000 verlegt wurde, sind eine Idee des Bildhauers Gunter Demnig, der sie als das größte dezentrale Denkmal für die Opfer des Nationalsozialismus bezeichnet. Demnig erläuterte bereits am Abend zuvor in einer vollen Stadthalle seinen Werdegang und die Idee hinter den Stolpersteinen. Eingeladen wurde er von der Bürgerinitiative Jüdisches Erbe in Olpe (vgl. Flyer). Diese Initiative, überparteilich, aber wohlwollend unterstützt durch die Stadt, versammelt neben einer Vielzahl interessierter Bürgerinnen und Bürger auch Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen. Es ist ihr Verdienst, dass neben den Stolpersteinen demnächst auch eine Gedenkstele für die jüdischen Opfer am Kurkölner Platz errichtet wird, die sie zusammen mit der Künstlerin Carmen Magers gestaltet haben.

Wir freuen uns als Schulgemeinde, dass die Stadt Olpe, ihre Bürgerinnen und Bürger, und besonders die Schülerinnen und Schüler sich für die Erinnerung stark machen, für Miteinander und Demokratie, gegen Ausgrenzung, Rassismus und Diskriminierung.

Wer einen Eindruck von der Veranstaltung bekommen möchte, hat übrigens in der Lokalzeit im WDR die Gelegenheit dazu (ab Minute 22:17).

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